Arch Enemy / AJZ Bahndamm Wermelskirchen 14.03.11 :

Ein Konzert der ganz besonderen Sorte durfte heute das altehrwürdige autonome
Jugendzentrum Bahndamm, im Herzen der bergischen Kleinstadt Wermelskirchen
erleben. Sonst eher die Location für kleine und mittelgroße Bands der Szene,
wenn auch recht bekanntem Vertreter der Szene, durfte es heute die mittlerweile
schwer angesagten „Arch Enemy“ begrüßen.
Dieses war ein recht kurzfristiges Konzert, für welches es nur 150 Karten im
freien Verkauf gab und der Rest der Journaille, Freunden und Familie vorbehalten
war. So war es heute ein sehr intimer Gig, der so schnell wohl in dieser Form
nicht noch einmal stattfinden wird.
Die Menge wartete dann auch sehr geduldig, bevor es dann pünktlich um 21.10
losging und die schwedische Kombo um die Leverkusenerin Angela Gossow richtig
fett die Bühne rockte.
Die Truppe hatte echt Bock auf den Gig und schoss eine Granate nach der anderen
heraus. Hit reihte sich an Hit und so durfte der geneigte Fan in intimster
Atmosphäre Songs vom Schlage „Ravenous“,
„My Apocalypse“ oder auch „Nemesis“ reinziehen. Aber auch ganz alte Brecher
durften nicht fehlen. So gab es mit „Dark Insanity“ einen richtig tiefen Griff
in die Kiste. Aber der Gig war ja dazu da, die Fans langsam auf das in Kürze
erscheinende neue Album „Khaos Legions“ vorzubereiten. Von selbigem spielten
„Arch Enemy“ zwei Stück, die auf ein wirklich geiles Album hoffen lassen. Auf
jeden Fall hatte die Rasselbande richtig Spaß, diese Songs zum ersten Mal zu
präsentieren und es hat schon was, zu den ersten Hörern der neuen Stücke zu
gehören.
Die Ansagen von Angela dazu waren immer sympathisch und es war auch ihr
anzumerken, wie sehr sie es genoss, in diesem kleinen Club auf der Bühne zu
stehen. Übrigens war es faszinierend zu sehen und zu hören, was die Leute an den
Mischpulten an Licht und Sound in diese kleine Hütte gezaubert haben.
Beeindruckend.
Leider war aber auch nach einer Stunde der Spaß schon wieder vorüber und mit „We
will Rise“ schickte „Arch Enemy“ den Mob auch schon wieder zurück in den
bergischen Nachthimmel.
Eines ist allerdings sicher. So schnell wird man „Arch Enemy“ in einem so
kleinen Club nicht wieder sehen. Aber diejenigen, die da waren, haben einen
wirklich einzigartigen und denkwürdigen Abend erlebt, der so schnell nicht
vergessen werden wird. Hat sich gelohnt.

Quelle:www.planetheavymetal.de/article5829.html